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Psychologische Erste Hilfe (PEH)

Gravierende Ereignisse können auch bei Kindern und Jugendlichen akut heftige, individuell sehr verschiedene Reaktionen auslösen. Unter schwierigen Voraussetzungen können solche Erlebnisse zu tiefgreifender Verunsicherung oder auch zu länger andauernden Störungen führen.

Auf der einen Seite haben Kinder und Jugendliche eine grosse Fähigkeit, Unerwartetes, auch Belastendes, ohne bleibende Schäden zu verarbeiten und sich gesund weiterzuentwickeln. Dies vor allem, wenn sie nach einem solchen Ereignis durch ihre Bezugspersonen gut begleitet werden.

Unter bestimmten Umständen können jedoch Kinder, die grosser Belastung ausgesetzt sind (z.B. nach einem Unfall, einem plötzlichen Todesfall, nach Gewalterlebnissen oder Natur- oder technischen Katastrophen) mit der Verarbeitung überfordert und auf professionelle Hilfe angewiesen sein.

Wenn Eltern oder Schulen nach einem einschneidenden Ereignis unsicher sind oder Hilfe in Anspruch nehmen wollen, steht ihnen ihre regionale Erziehungsberatung zur Verfügung.

Die Erziehungsberatung bietet ihre Dienste auch im Rahmen des kantonalen Konzeptes für psychologische erste Hilfe an.

  • Hilfestellung für Eltern eines traumatisierten Kindes

  • Krisenbewältigungsteam für Schulen

  • Hilfestellung für Lehrpersonen nach einem ausserordentlichen Ereignis

  • Organisation und Ablaufschema für Schulen bei Krisensituationen

  • Hilfestellung für Schülerinnen und Schüler nach einem ausserordentlichen Ereignis

Notfälle

In Notfällen, in denen Kinder und/oder Jugendliche betroffen sind, stehen Ihnen die regionalen Erziehungsberatungsstellen auch kurzfristig für Hilfeleistungen zur Verfügung. Bei einer telefonischen Anfrage werden Sie an eine Fachperson vermittelt, mit der Sie die Situation sowie nötige Massnahmen besprechen können.

Wenn eine regionale Stelle während der Bürozeiten telefonisch nicht erreichbar ist, vermittelt die Telefonnummer 031 633 41 41 den nötigen Kontakt. Ausserhalb der Bürozeiten wenden Sie sich an den Sanitätsnotruf 144. Denken Sie daran, immer mitzuteilen, wie und wo Sie für Rückrufe erreichbar sind.

Kriseninterventionen

Bestehen in einer Familie, in einer Schulklasse oder in einem Schulhaus akute Krisensituationen (z.B. Mobbing, Misshandlung, sexueller Missbrauch, schwere akute Familienkrise), können Sie mit der zuständigen Regionalstelle Kontakt aufnehmen. Das Team dort wird sich bemühen, rasch Unterstützungsmöglichkeiten zu finden oder Sie an entsprechende Fachstellen weiterzuleiten.

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